Rezept // Holunderblütensirup

Heute startete für mich ein sehr persönliches, fotografisches Projekt. Ich habe die ersten Aufnahmen für ein besonderes Kochbuch gemacht – Vroni’s Kochbuch.

In diesem Kochbuch sammel ich alle Rezepte, die unsere verstorbene Tante Vroni für uns gekocht, gebacken und zubereitet hat. Es stehen einige Oberpfälzer Leckereien auf der Liste und jede Menge Gebäck und Kuchen. Für mich in doppelter Hinsicht eine Herausforderung: Zum einen ist es nicht immer ganz einfach die Rezeptsammlung meiner Tante zu durchblicken. Oft gibt es mehrere Rezepte zu einem Gericht und ich bin mir nie ganz sicher, welches das richtige ist. Meist gibt es nur eine handgeschriebene Zutatenliste – wie die Zubereitung genau gelingt, ist für mich auf den ersten Blick meist nicht genau zu erkennen und natürlich hat Vroni viele Rezepte aus dem Kopf gemacht… Und dann ist da noch die andere grosse Herausforderung – Vronis Stärken in der Küche haben einen ganz anderen Schwerpunkt als meine eigenen… Wie man Kücheln oder selbstgeriebene Knödel macht, ist mir noch ein Rätsel. Da heißt es wohl viel üben. Aber ich bin zuversichtlich.

Und weil gerade Holunderblüten-Zeit ist und Vroni die komplette Familie mit Holunderblütensirup versorgt hat, der nicht nur lecker in Wasser oder Tee schmeckt, sondern auch ein bewährtes Mittel gegen Husten ist, startet das Projekt mit selbstgemachten Holunderblütensirup:

 

Rezeptfoto

HOLUNDERBLÜTENSIRUP

20 große Holunderblüten (oder 25 kleine)
2 Zitronen
100 g Zitronensäurepulver
4 kg Zucker
2 l abgekochtes, kaltes Wasser

 

Zubereitung
Zitronen in Scheiben schneiden und zusammen mit den Holunderblüten in eine saubere große Schüssel geben und das Zitronensäurepulver und den Zucker auf Blüten und Zitronen geben und mit dem abgekochten und erkalteten Wasser aufgießen. Mit einem Tuch abdecken.
Täglich für 16-18 Tage einmal durchrühren und in einem beheizten Raum stellen – der Zucker soll am Ende aufgelöst sein.
Abseihen und in Flaschen füllen.

 

Tips zum Ernten
Holunder blüht je nach Standort von Ende Mai bis Anfang Juni. Der optimale Zeitpunkt zum Ernten der Blüten ist während sonniger Tage am Vormittag, wenn der Morgentau gerade verdampft ist. Um so länger eine Hitzewelle andauert, um so mehr verlieren die Blüten ihren intensiven Geschmack. Sobald der Regen kommt verrieseln sie.

Nicht am Strassenrand ernten. Nur vollständig geöffnete Blüten abschneiden und am besten in einen Korb sammeln – in Plastiktüten verderben die Blüten sehr schnell.

Und weil der MAI auch die Waldmeister-Zeit ist gibt es hier noch ein Rezept für Waldmeisterbowle.

Share Post :

More Posts